Nachruf der M S B O X


MSBOX entstand Mitte der 80er und war eine Mailbox im Klaaszischen sinne

Die Hardware bestand aus eine 386SX25 und eine Modem Karte so wie ein ISDN-Moden (ELSA TL V34 ) und der Guten alten GS-Mailbox .

In dieser Zeit, während WWW und Email noch darauf warteten, einst die Welt zu erobern, jagten stolze Modem-Besitzer ihre blinkenden Kästen noch auf die sogenannten BBS, auch Mailboxen genannt, los. Ihr Kommunikationsbedürfnis stillten sie im FidoNet / Z-Netz® Z-Netz und anderen Netzen das einst viele tausender dieser Netze angeschlossen waren.

Die MSBOX war unter (02394 80 00 12 ) rund um die Uhr erreichbar.
Einwählen konnte sich jeder, der ein Modem, eine ISDN-Karte oder etwas vergleichbares sein eigen nannte, mit jedem Terminalprogramm (z.B. Telix).
Verwendet wurden die Terminalemulationen ANSI (farbiger Text), ASCII (puritanischer Text) und RIP (Vektorgrafik).

Der Sysop ("System Operator" = Mailbox-Betreiber) und sein PC waren im Schlafzimmer Untergebracht dort brummte der PC vor sich hin auch in der Nacht, mit viel Gebrumme und Gepiepe

Die Netze ermöglichte die weltweite Kommunikation, ohne die ganze Zeit online zu sein. Dieses ermöglichte nicht nur niedrige Telefonrechnungen, sondern auch die Nutzung des Netzes mit älteren Rechnern.

Mit der menschlichen Sprache wurde auch das Labern (engl. to chat) geboren. So konnte man auch in der MSBOX den Betreiber zu einem Plausch herzitieren.


Druch lautes Pipen riss der Computer den armen Sysop dann von den Fernsehsendung oder ähnlich Wichtigem weg, damit er sich den Problemen des Benutzers annehme. Aber auch dem Anrufer konnte es passieren, dass ihn der Mailbox-Inhaber zu einem Chat rief und ihn - zu Scherzen aufgelegt - mal dazu aufforderte, Alt-H für Hilfe zu drücken. Was bei den meisten Terminalprgrogrammen aber für Auflegen stand. Ähm... So was wurde natürlich nie gemacht Das FidoNet / Z-Netz / stammt aus einer Zeit, als zumindest im privaten Bereich eine elektronische Datenübertragung zwischen zwei Computern nur durch direkte Anwahl des Zielsystems via Telefonmodem / IsdN karten möglich war. Das Internet war in seiner jetzigen Form nicht existent, schnelle Datenverbindungen über das damals gebräuchliche Datex-P-Netz der damals noch staatlichen Deutschen Bundespost waren aufgrund der sehr hohen Kosten Firmen vorbehalten.


Da insbesondere Ferngespräche und Auslandstelefonate sehr teuer waren, wurde viel kreative Energie darauf verwandt, bei möglichst wenigen und möglichst kurzen Verbindungen zu Tageszeiten mit niedrigen Gebühren ein schnelles und effektives Verteilen von Mails und Dateien an alle angeschlossenen Systeme zu erzielen.


So das die MSBOX als beispeil Nachts ab 02:15 Uhr bis 2:30 ihr zeitfenster hatte Um alle aktuellen Mails und daten zu laden und weiter zu verteilen. Zur freude des Sysop der neben den PC versuchte zu schalfen.